Das Flora-Theater

Die III&70 war ursprünglich Teil des Gebäudekomplexes des Flora-Theaters. Damals ein Tanzcafé, gehörte es zusammen mit dem Flora-Garten, dem heutigen Park hinter der Roten Flora, zum Zentrum des Amüsierbetriebes im Schanzenviertel. Südlich der Bahn stand (und steht) die Flora. Im Jahre 1888 wurde sie als "Concerthaus Flora" an der Stelle eines Holzgebäudes mit dem Namen "Tivoli" errichtet. Im Laufe von fast 100 Jahren erlebte sie unterschiedlichste Veranstaltungen.

Das Haus wurde bis 1943 bespielt, war über Kriegsende hinaus ein Möbellager, ab 1949 dann wieder kurz Theater, um ab 1953 einem Kino mit 800 Plätzen Raum zu geben. Ab Mitte der sechziger Jahre bis 1987 beherbergte es das Warenhaus 1000 Töpfe. 1988 wurde schließlich der größte Teil des Gebäudekomplexes abgerissen, nur der Eingangsbereich blieb erhalten.

 
Unterhaltungzentrum Schulterblatt

Es gibt drei Gründe, warum das Schulterblatt bis in die dreißiger Jahre hinein Treffpunkt der Unterhaltung über die Grenzen des Wohnquartiers hinaus blieb: Im Norden schloss sich die Eimsbüttler Chaussee an, die damalige Hauptgeschäftsstraße Eimsbüttels. Hier gab es eine Reihe von Tanzcafés und Lokalen mit ausgezeichnetem Ruf. Auf mittlerer Höhe des Schulterblattes überragte dann die Flora alle anderen Gebäude. Dieser Komplex, heute würde man sagen "Kommunikationszentrum", war der Mittelpunkt der Unterhaltung am Schulterblatt. Und im Süden befand sich der Neue Pferdemarkt, um den herum für die damaligen Händler eine gastronomische Infrastruktur, vor allem Kneipen, entstand.

 

 

Quelle:
Stadtteilbilderbogen. Hamburger Quartiere und ihre Geschichte(n)
Hrsg. von Dieter Thiele und Wolfgang Stiller, Hamburg 1985.

Pferdestall

PonyBar

Astrastube

Kaltstart

Klubsen
Originalton Hamburg Anderseits