TAZ-Salon | Ulrike Hermann: "Sieg des Kapitals"



  • 73/Saal (map)
  • Schulterblatt 73
  • 20357 Hamburg
  • Germany

Einlass 19.00 Uhr
Beginn 19.30 Uhr

Das gab es noch nie: In nur zehn Jahren hat Europa drei schwere Finanzkrisen erlebt. Erst platzte die Dotcom-Blase, dann rollte die Finanzkrise aus den USA heran, und seit 2010 ist die Eurokrise akut. Dies ist ein Novum. Noch nie ist es in der Geschichte Europas vorgekommen, dass sich drei Finanzkrisen in einem einzigen Jahrzehnt entluden. Diese Krisen waren extrem teuer. Allein zwischen 2006 und 2012 haben deutsche Anleger im Ausland rund 600 Milliarden Euro verloren.

Zudem drohen weitere Crashs. Seit 30 Jahren pumpt sich eine "Superblase" auf, wie es Hedgefonds-Manager George Soros genannt hat, und noch immer ist diese "Superblase" zum Zerreißen gespannt. Die drei vergangenen Krisen haben zwar kleine Löcher in die Blase gestochen, aber die heiße Finanzblase ist noch lange nicht abgesaugt.

Was läuft also schief? Und wie können Kleinsparer ihr Geld und ihre Altersvorsorge retten? Um diese Fragen zu beantworten, reicht es nicht, sich einfach nur auf die Krisenphänomene zu konzentrieren - man muss den "Normalbetrieb" des Kapitalismus verstehen. Man muss wissen, wie Wachstum entsteht und wie Geld funktioniert.

Über den "Sieg des Kapitals" und die Geschichte von Wachstum, Geld und Krisen diskutieren

Ulrike Herrmann, taz-Wirtschaftskorrespondentin
Rudolf Hickel, em. Professor für Finanzwissenschaft in Bremen

Moderation: Gernot Knödler, taz.nord-Redakteur